Die Wagen des Dampfschnellzuges

Schnellzugwagen Büe 366

19 455 Regensburg


Büe 366

Nach sechs Probewagen der Gattung C4ü-36a begann im Jahr 1938 der Serienbau der ersten windschnittigen Schnellzugwagen, die als "Schürzenwagen" in die Eisenbahngeschichte eingingen. Fenster und Türen wurden bündig mit der Wagenaußenwand angeordnet, die über den eigentlichen Wagenkasten hinaus bis auf 150 mm an die Pufferteller vorgezogen und an den Enden abgerundet wurde. Insgesamt sind über 300 Fahrzeuge der 3. Klasse nach den Richtlinien für die Einheitsbauarten 1938/1939 in Dienst gestellt worden. In jedem der beiden Einstiegräume befindet sich ein Toilette mit Waschgelegenheit, dazwischen liegen die 9 Fahrgastabteile mit je 8 Sitzplätzen. Die Wagen laufen auf Drehgestellen der Bauart Görlitz lll leicht.

 
Quelle: H.J. Obermayer, Reisezugwagen

Dieser Wagen gehört zur Familie der „Schürzenwagen“, leicht erkennbar an den zurückgezogenen Windschneisen und der zum Gleis heruntergezogenen Verkleidung. Als Wagen der 3. Klasse wurden ab 1939 über 300 Stück der Gattung Cü-38 beschafft, die in ihrer windschnittigen Form besonders zu den damaligen Stromliniendampfloks der Reihen 01.10. 03.10 und 05 passten. Bis Ende der 60er Jahre wurden Wagen dieses Typs im hochwertigen Schnellzugdienst eingesetzt, nachdem sie ab 1956 als Wagen der 2. Klasse geführt wurden. Zuvor erfolgte eine Modernisierung der durch die Kriegsjahre sehr strapazierten Wagen, wobei auch die Holzklasse entfiel. Im blauen Außenanstrich fand man diesen Typ in den bekannten Fernzügen „Rheingold“, „Rheinpfeil“ oder „Loreley-Express“. Nach seiner Ausmusterung zu Beginn der 80er Jahre fand der Wagen bei den Passauer Eisenbahnfreunden, die ihn äußerlich in den Stil der Rheingoldwagen mit erhabenen Beschriftungen versetzten, ihn aber in der Innenausstattung den gestiegenen Ansprüchen der Reisenden anpassten, eine neue Heimat.


Technische Daten - Büe 366
Betriebsnummer PEF 19 455 Regensburg
Bauart, Herkunft Büe 366, ex DB 51 80 02 - 43 050 -3
Länge über Puffer 21.270 mm
Wagenkastenlänge 19.974 mm
Wagenkastenbreite 2.958 mm
Dachoberkante über SO 3.930 mm
Achsstand gesamt 17.270 mm
Achsstand Drehgestell 3.000 mm
Abstand d. Drehzapfen 14.270 mm
Türen je Seite 2
Anzahl der Abteile 9
Anzahl der Aborte 2
Sitzplätze 2. Klasse: 72
Eigengewicht 38,0 t
Bremse Kk-GPR
Heizung Nuhz(s) ElHz (s)
Musterzeichnung Fwp 325.002/327.01.3
Erstes Lieferjahr 1939
Höchstgeschwindigkeit 120 km/h
Hersteller Steinfurt, Uerdingen, Westwaggon, Fuchs Credé, MAN, LHW
Nummernreihe 29-11233 . . . 259
Status abgestellt

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